08.02.2017

Laboraufträge stapelweise signieren

Ab 1. Juli dieses Jahres lassen sich Laborüberweisungen (Muster 10) und Laboranforderungen (Muster 10A) vollkommen papierlos abwickeln. Damit werden zwei Vordrucke digitalisiert, die im Praxisalltag am häufigsten zum Einsatz kommen - ein echter Mehrwert sowohl für Labore als auch für einsendende Praxen. Für die obligatorische qualifizierte Signatur des Musters 10 benötigen Vertragsärzte einen elektronischen Arzt- bzw. Heilberufsausweis (eHBA). Der derzeit einzige von den Kammern zugelassene eHBA ist bei medisign erhältlich und ermöglicht die bequeme Stapelsignatur.


Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) werden rund 94 Millionen Überweisungs- und Anforderungsscheine pro Jahr in der vertragsärztlichen Versorgung ausgestellt – bislang ausschließlich in Papierform. Nun treibt die Selbstverwaltung die Digitalisierung im Gesundheitswesen aktiv voran: Die neue Anlage 2b zum Bundesmantelvertrag-Ärzte ermöglicht Praxen, Laboraufträge ab Juli komplett elektronisch auszustellen und zu übermitteln. Damit lässt sich künftig also enorm viel Papier einsparen. Zudem werden durch die Digitalisierung Medienbrüche vermieden und der Laborauftragsprozess entbürokratisiert.

Signatur mit dem eHBA obligatorisch

Die Anlage regelt, welche technischen Anforderungen zu erfüllen sind. Nach § 2 Absatz 4 der Anlage 2b ist festgelegt, dass digitale Vordrucke generell mittels elektronischem Heilberufsausweis (eHBA) qualifiziert, d. h. rechtsgültig signiert werden müssen. Eine Ausnahme gilt lediglich für Anforderungen von Laboruntersuchungen in Laborgemeinschaften auf Muster 10A: Diese dürfen Ärzte ohne Signatur versenden, weil der anfordernde Arzt ja selbst Mitglied der Laborgemeinschaft ist.

Deutschlandweit erhältlich ist derzeit der eHBA der Generation 0, den bislang ausschließlich medisign anbietet. Er ist von sämtlichen Landesärztekammern zugelassen und dient approbierten Ärzten zugleich als regulärer Sichtausweis nach Landesheilberufsgesetz. Dank seiner Stapelsignaturfunktion können einsendende Praxen bis zu 254 Laboraufträge zeitsparend und komfortabel mit nur einer PIN-Eingabe rechtsgültig signieren.

Stapelsignatur ohne Telematikinfrastruktur

Die Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte erfordern künftig einen Arztausweis der zweiten Generation (G2), der bislang jedoch noch nicht am Markt erhältlich ist. Während der G2-Ausweis die Stapelsignatur nur innerhalb der Telematikinfrastruktur (TI) über den Konnektor unterstützen wird, ist der G0-Ausweis von medisign schon jetzt stapelsignaturfähig - auch bei anderen sicheren Übertragungswegen. Solange die TI noch nicht steht, darf für eine Übergangsfrist von zwölf Monaten ein sicherer Dienst außerhalb der TI verwendet werden, zum Beispiel der Kommunikationsdienst KV-Connect.

"Wenn Ärzte jetzt bei uns einen eHBA bestellen, können sie diesen innerhalb der Mindestlaufzeit von 24 Monaten kostenfrei gegen einen G2-Ausweis eintauschen, sobald sie einen Konnektor im Einsatz haben", sagen die medisign-Geschäftsführer Armin Flender und Peter Schlögell. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist der Umtausch grundsätzlich zu marktüblichen Preisen und bequem ohne weitere Antragstellung möglich.

Zubehör für die eSignatur

Zum Signieren der Laboraufträge benötigen Praxen zudem ein Kartenlesegerät, das medisign kostengünstig anbietet. Bei einem hohen Aufkommen von Laboraufträgen empfiehlt sich die zeitsparende Stapelsignatur, die einer entsprechenden Signatursoftware bedarf. Diese ist bei medisign in einem Starterpaket erhältlich – noch bis Ende Juni 2017 zu einem Vorzugspreis.

Weitere Informationen & Quellen

eArztausweis (eHBA) und Starterpaket von medisign: www.ehba.de

KBV-Praxisnachrichten: "Nutzung digitaler Vordrucke wird möglich"

KBV: Vordruck-Vereinbarung digitale Vordrucke (PDF-Format)